Die Geigenfeige – eine Zimmerpflanze für die großen Räume

geigenfeige

Zimmerpflanzen sind so angesagt, wie schon lange nicht mehr. Die vielen positiven Aspekte unserer grünen Freunde rücken wieder in den Vordergrund. Sie reinigen die Luft, erhöhen den Sauerstoffgehalt und sorgen für gute Laune. Nicht zu vergessen ist natürlich der optische Aspekt. Sie stehen für die Natur und strahlen Gesundheit und Vitalität aus. Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an adäquaten Zimmerpflanzen. Aktuell besonders im Trend ist die Geigenfeige. In diesem Ratgeber sehen wir uns diese Zimmerpflanze etwas genauer an. Wir sehen uns ihre Herkunft und Eigenschaften an und zeigen, worauf es bei der richtigen Pflege ankommt.

 

Die Herkunft der Geigenfeige

Die Geigenfeige, welche auch als „Ficus lyrata“ bekannt ist, kommt ursprünglich aus dem tropischen Klima. Genauer gesagt aus Westafrika. Sie gehört zur Familie der Maulbeergewächse und ist aktuell ein echtes Trendgewächs. Galt die malerische Zimmerpflanze zuvor noch als Geheimtipp, so findet sie heute in großen Räumlichkeiten ein neues Zuhause. Zu finden ist sie unter anderem in geräumigen Wohnzimmer sowie in großflächigen Büros. Schließlich benötigt die Geigenfeige ein gewisses Maß an Platz und Freiraum zur Entfaltung.

 

Blüten, Blätter und Früchte

Die Blätter der Geigenfeige sind wechselständig angeordnet. Beschreiben lassen sie sich als ledrig-glänzend. Sie werden bis zu 50 Zentimeter lang und 20 Zentimeter breit. In ihrem Leben als Zimmerpflanze bringt die Geigenfeige so gut wie nie Blüten oder Früchte hervor. Dies geschieht nur in ihrer Heimat Westafrika. Dort wachsen ihr becherförmige Blüten, die im Anschluss zu drei bis vier Zentimeter großen, grünlichen Feigenfrüchten heranreifen. 

 

Ist die Geigenfeige giftig?

Wie für Maulbeergewächse üblich, so ist der Milchsaft der Geigenfeige leicht giftig. In einem Haushalt mit Haustieren oder kleinen Kindern sollte sie daher nicht stehen. Gelangt der Milchsaft des kleinen Baumes dennoch in den Organismus, ruft er Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervor. Er sollte daher auch von keiner Katze oder einem Hund gefressen werden.

 

Wie sieht der bevorzuge Standort der Geigenfeige aus?

Damit sich die Geigenfeige in Ihrem Zuhause wohlfühlt, benötigt sie einen hellen Standort. Eine direkte Sonneneinstrahlung ist jedoch unerwünscht. Ebenso wenig mag sie Zugluft. Mit der üblichen oder leicht erhöhten Raumtemperatur kommt die Geigenfeige sehr gut zurecht. Im Winter sollte es im Raum nicht unter 18°C kalt sein. 

 

Des Weiteren sollten Sie Ihrer Geigenfeige ausreichend Freiraum bieten, da sie sich gerne breit entfaltet. Beachten Sie also, dass die Blätter oder Triebe nirgendwo anstoßen – auch nicht an der Wand. Sobald Sie einen Platz gefunden haben, der alle eben genannten Kriterien erfüllt, sollten Sie keine Änderungen mehr vornehmen. Denn die eigentlich sehr robust anmutende Geigenfeige neigt zu Blattverfall, wenn sie häufig gedreht wird oder umziehen muss.

 

Wie groß wird die Geigenfeige?

Die Familie der Ficus-Pflanzen ist groß. Die Geigenfeige ist einer ihrer größten Vertreter. In freier Wildbahn kann die stattliche Zimmerpflanze zu einem 25 Meter hohen Baum werden. Dann ähnelt sie dem klassischen Gummibaum „Ficus elastica“ sehr. Als Zimmerpflanze kann die Geigenfeige eine Größe von 200 bis 400 Zentimetern erreichen. Selbst dies sind vergleichsweise große Ausmaße. Ihre Breite liegt dann zwischen 80 und 100 Zentimetern.

 

Welches Substrat benötigt die Zimmerpflanze?

Für ein langes und prächtiges Leben ist ein durchlässiges Substrat vonnöten. Wählen Sie also einen ausreichend großen Topf und befüllen Sie diesen mit herkömmlicher Einheitserde. Für eine bessere Drainage dürfen Sie auch etwas Sand hinzugeben. Die Geigenfeige kann, wenn nötig, auch in Hydrokultur überleben. Umgetopft werden muss sie als Jungpflanze einmal pro Jahr. Später reicht es die Erde alle zwei bis drei Jahre zu erneuern.

 

Wie sieht die richtige Geigenfeige Pflege aus?

Damit die hübsche Zimmerpflanze ein langes Leben hat und während dieser Zeit groß und grün wird, ist die richtige Pflege ausschlaggebend. Vorausgesetzt natürlich, der Standort und das Substrat erfüllen alle Anforderungen. Die Geigenfeige sollte regelmäßig abgestaubt werden und sollte eine zu hohe Lufttrockenheit vorherrschen, dürfen die Blätter mit einem feuchten Tuch behandelt werden. 

 

Wie oft muss man die Geigenfeige gießen?

Die Geigenfeige hat es gerne feucht um den Wurzelballen. Wenn es jedoch zu nass wird, schädigt das Wasser die Wurzeln. Gießen Sie daher alle zwei Tage nach Gefühl und vermeiden Sie Staunässe. Während der Wintermonate sollte etwas weniger gegossen werden. Eine vollkommene Austrocknung sollte jedoch auch dann nicht eintreten. 

 

Muss man die Geigenfeige düngen?

Zwischen März und Oktober sollten Sie Ihre Geigenfeige einmal wöchentlich düngen. Im Winter reichen Düngegaben alle sechs Wochen. Dafür eignet sich Blumen- oder Grünpflanzendünger sehr gut. Auch ein Langzeitdünger als Stäbchen ist möglich. Sollten Sie die Zimmerpflanze in Hydrokultur halten, sollten Sie auf Dünge-Tabletten setzen. 

 

Woran erkennt man eine falsche Haltung?

Die Pflege der Geigenfeige ist einfach und wenig umständlich. Sollten jedoch Kulturfehler gemacht werden, kann sich die Gesundheit der Pflanze schnell ändern. Wenn Sie die Zimmerpflanze an einem zu warmen Standort platzieren, werden die Blätter schnell schlapp und hängen herab. Gelbliche Blätter hingegen sind ein Zeichen für Nährstoff- oder Lichtmangel. Und sollten sich die Blätter schwarz-braun-gefleckt färben, beginnt aufgrund von Staunässe die Wurzelfäule. 

 

Die Krankheiten und Schädlinge der Geigenfeige

Neben den Fehlern bei der Haltung kann die tropische Zimmerpflanze Spinnmilben oder Schildläuse bekommen. Das gilt ganz speziell an lufttrockenen Plätzen. Um derartige Krankheiten zu vermieden, sollten Sie also eine regelmäßige Befallskontrolle durchführen. 

 

Fazit: Was macht die Geigenfeige so besonders?

Echte Liebhaber von Zimmerpflanzen werden mit der Geigenfeige einen pflegeleichten Mitbewohner gewinnen. Lediglich der Standort, das Substrat und die Häufigkeit der Wasserzufuhr müssen stimmen. Ist dies der Fall, sorgen die großen grünen Blätter für eine schöne Optik. Sie verbessern außerdem die Luftqualität erheblich. Das gilt ganz besonders für Arbeitszimmer, Büros und Wohnzimmer. Überall da, wo viel Platz und Helligkeit ist, fühlt sich die Geigenfeige heimisch. Und das, obwohl Sie ursprünglich aus dem tropischen Afrika stammt. 

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