Woher kommt der Tisch? | Wohngeschichte Teil 5

Wir “tischen” Ihnen heute seine Geschichte sowie soziale Relevanz auf

Der Tisch – ein Möbelstück, welches aus unserem heutigen Leben nicht mehr wegzudenken ist. Je nach Modell verfügt er über eine waagerechte Platte und über eine oder mehrer Stützen. Verschiedenste Zwecke und Interessen haben dafür gesorgt, dass es unzählige Ausführungen von ihm gibt. So kommt er als Ablagefläche, Esstisch oder Dekorationselement zum Einsatz. Doch damit ist noch längst nicht alles gesagt. Woher kommt der Tisch eigentlich, woher stammt sein Name und wie erhielt er seine heutige, soziale Relevanz? Dies alles und noch viel mehr möchten wir Ihnen mit diesem Artikel einmal näher bringen.

Wie kam der Tisch zu seiner sozialen Relevanz

Wir alle haben mindestens einen Tisch in unseren eigenen Vier Wänden stehen. Die Beweggründe sich einen Tisch zu kaufen könnten unterschiedlicher nicht sein. Dabei ist neben der Optik vor allen Dingen der Einsatzzweck der Taktgeber. Der Tisch ist aber noch viel mehr, als nur eine Platte mit vier Stützen. Besonders deutlich wird dies auf unterschiedlichen Ebenen. Zum einen ist der Tisch ein Objekt, welches sich an einem relativ festgelegten Platz befindet. Das zeugt von Stabilität und Halt. Genau dasselbe gilt aber ebenso für die Menschen, die sich um diesen Tisch versammeln. Jeder bekommt einen Platz an diesem oder aber auch nicht.

Je nachdem welchen Platz eine Person am Tisch einnimmt, lässt sich erkennen, welche Relevanz beziehungsweise welche Stellung diese in der Hierarchie hat. Der Grund sind die dadurch entstehende Symmetrie sowie die Blickrichtung. Welches Verhältnis also eine Person gegenüber den anderen Personen hat wird so klar deutlich. Nicht umsonst verfügen viele Tische über ein Kopfende, welches vom Hausherren, Vorstandsvorsitzenden, Familienoberhaupt oder Firmenchef eingenommen wird. Also grundsätzlich wird dieser Platz von jemanden eingenommen, welcher eine gewisse Entscheidungsgewalt inne hat.

Egal auf welchen Bereich wir in unserem Leben auch schauen, eine gewisse Hierarchie, in der jeder seinen Platz einnimmt, herrscht überall. Der Platz des Oberhauptes oder Entscheiders variiert dabei aber deutlich, wenngleich das Prinzip und die Bedeutung immer die gleichen bleiben. Bei einer Verhandlung in einem Gericht beispielsweise nimmt der federführende Richter den Platz in der Mitte eines längs gestellten Tisches ein. Das gleiche ist ebenso auf dem Bild des letzten Abendmahls von Leonardo da Vinci zu sehen. Dort befindet sich Jesus an genau der gleichen Position.

Der Tisch ist allerdings nicht nur eine Art Barometer für die Stellung einer Person. Er ist auch ein Ort, an dem wir Menschen zusammenkommen. Besonders in diesem Zusammenhang ist dabei der Stammtisch. Er ist das Symbol für eine festgelegte Personengruppe, welche sich in einem bestimmten Zyklus an diesem einfindet. Dasselbe gilt aber auch für den Esstisch einer Familie.

Wer gab dem Tisch seinen Namen?

Das Wort Tisch findet sich in vielen Epochen und in den unterschiedlichsten Formen wieder. So ist der “Tisch” eine mittelhochdeutsche Ausführung und die bis heute im deutschsprachigen Raum gängigste Bezeichnung. Im althochdeutschen wiederum ist er der “tisc” und im altsächsischen der “disk”. Im englischen der “dish” und im lateinischen der “discus”. Die Bedeutung wandelte sich im Laufe der Zeit von der “Scheibe”, zur “Platte”, zum “Schlüssel” bis hin zum heutigen Tisch. Der Tisch gehört ohne Zweifel zur menschlichen Evolution dazu. Denn er formte unser Zusammenleben und uns Menschen in unserer Lebensart enorm. Wurde vor ein paar hundert Jahren noch am Boden gegessen und getrunken (ähnlich wie in vielen arabischen Ländern noch heute) wurde mit dem Tisch eine “Plattform” geschaffen, an dem man sich versammelt. Der Platz wurde erhöht, was das gesellschaftliche Zusammenleben verändert hat.

Welche Funktion nimmt der Tisch ein - damals sowie heute?

In den meisten Fällen wird der Tisch im alltäglichen Leben eingesetzt. Er wird als Ablagefläche oder Dekorationselement, als Esstisch oder für Meetings und Verhandlungen genutzt. Dabei können an ihm Gegenstände und andere zu bedienende Elemente abgestellt und genutzt werden. Aufgrund der erhöhten Position sind diese dann leichter greifbar und zu bedienen. Der Tisch ist aber in gewissen Lebensbereichen auch ein Werkzeug. Die wohl bekanntesten Beispiele sind wohl die Hobelbank und der Schreibtisch. Aber auch zum Vermessen und für die Kartografie wird der Tisch eingesetzt. Meist steht der Stuhl als Möbelstück in direkter Verbindung zum klassischen Tisch in unserer westlichen Welt. Allerdings gibt es auch Tische, die im Stehen genutzt werden, wie es bei Bistrotischen, dem Stehtisch am Empfang oder dem Pult der Fall ist. Im Wohnbereich treffen wir auf:

  • Nachttische
  • Couchtische
  • Beistelltische
  • Rauchertische
  • Blumentische
  • Esstische
  • Computertische
  • Gartentische
  • oder die Tischtennisplatte

So ziemlich alle diese Arten und Formen von Tischen werden bei uns im Westen mit einem Stuhl oder einem Sofa bestückt. Im traditionellen Asien hingegen werden Tische zwar ebenso eingesetzt, allerdings sind diese meist ohne einem Stuhl bestückt. Besonders deutlich wird dies beim japanischen Kotatsu-Tisch. (Lesen Sie auch: Traditionell japanisch wohnen – Das macht den japanischen Stil aus) Bei den Römern in römischen Reich wurde wiederum eine Esskultur gepflegt, bei der sich die Personen um den Tisch herum gelegt haben.

Welche Materialien kommen für den Tisch zum Einsatz und welche Normen gibt es?

Ein Tisch kann aus jedem festen Material bestehen. In der Regel wird er jedoch aus Holz hergestellt. Weitere häufig verwendete Materialien sind Glas, Metall, Stein, Keramik, Marmor diverse Kunststoffe und Beton. Des Weiteren kann ein Tisch noch über Schubladen oder andere zusätzliche Fächer und Ablagen verfügen.

Wie für unzählige andere Bereiche und Gegenstände, gibt es auch für den Tisch Normen. So gibt es für die:

  • Arbeitstische im Büro die EN 527 Norm
  • Außenmöbel speziell Sitz- und Tischmöbel die EN 581 Norm
  • und Labortische die EN 13150 Norm

Zudem gibt es noch ein weiteres Prüfverfahren für alle weiteren Tische, um deren Standsicherheit, Dauerhaltbarkeit und Festigkeit festzulegen. Dafür kommt die Möbel – Tische EN 1730 Norm zum Einsatz.

Der Tisch ist ein Teil unserer Gesellschaft und nicht selten bildet er dabei den Mittelpunkt. Ob als Esstisch in einer Familie oder als Stammtisch in der Kneipe. Welche Person welchen Platz einnimmt ist nicht selten von zentraler Rolle. Er gehört zu unserem alltäglichen Leben einfach dazu. Das beweisen auch viele Redewendungen wie “zu Tisch” sein, “unter den Tisch trinken”, “unter dem Tisch verkaufen”, “auf den Tisch hauen” oder “die Füße unter den Tisch stellen/halten”. Bei Ihrer Einrichtung ist der Tisch also ein zentrales Element und weit mehr als nur ein Möbelstück. Daher empfehlen wir Ihnen auch das passende Modell auszuwählen.

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