So reinigen und pflegen Sie Ihren Teppich richtig! – Tipps und Tricks für eine fachmännische Teppichreinigung!

My home is my castle“ Jeder von uns hat es gerne sauber und gemütlich bei sich zuhause. Gerade in den kalten Jahreszeiten verbringen wir um ein vielfaches mehr Zeit in unseren eignen vier Wänden als im Sommer. Damit die Räumlichkeiten allerdings den gemütlichen und wohlbefindlichen Spirit nicht verlieren, muss hin und wieder der Putzteufel ran.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihren Teppich fachmännisch reinigen und pflegen, damit dieser seinen Glanz und seine Haltbarkeit nicht verliert! Regelmäßige Pflege bedeuten nämlich langanhaltende Schönheit und sowie ein stabiler Wert. Außerdem bleibt das Raumklima im Gleichgewicht den Milben und Keimen wird mit diesen Methoden der Garaus gemacht. – Dran bleiben lohnt sich!

Wie sieht die Grundreinigung von Teppichen aus?

Um für eine langanhaltende Schönheit und Reinheit eines Teppichs zu sorgen, muss jeder betretene Teppich einmal die Woche gesaugt werden. Dabei empfiehlt es sich, dies mit dem Bürstenaufsatz zu erledigen (Schlingenware und langflorige Teppiche ausgenommen!). Durch das gleichzeitige Saugen und Bürsten wird jeder lose Schmutz aus dem Teppich gezogen und verhindert, dass die Verunreinigungen tief in den Teppich „eingetreten“ werden. Wer diese Grundreinigung vernachlässigt, der hat zu einem späteren Zeitpunkt viel Mühe in wieder auf Vordermann zu bringen.

TIPP: Sollte Ihr Teppich neu sein und beim Saugen etwas Flusen, dann ist das anfänglich unbedenklich. Dies sind zurückgebliebenen Faserreste, die durch das Glattschneiden entstanden sind.

Das Intensiv-Reinigungs-Programm für Ihren Teppich!

Alle besonders beanspruchen Teppiche im Haus oder der Wohnung, beispielsweise im Kinderzimmer, dem Flur oder dem Wohnzimmer, sollten alle zwei Jahre eine besondere Aufmerksamkeit bekommen. Je nach Teppich-Material und Grad der Verschmutzung empfiehlt sich eine großflächige Intensivreinigung!

Möglichkeit 1: Die Feuchtreinigung, ausgeführt mit Teppichschaum und dem Straubsauger

Die erste Option für eine intensive Reinigung ist die Feuchtreinigung. Bei dieser wird der Sprühschaum (Teppichschaum) direkt auf den Teppich aufgetragen und die Masse in den Flor gebürstet. Daraufhin sollte der Schaum erst einmal trocken und der Teppich nicht betreten werden. Im letzten Schritt gründlich absaugen und er erstrahlt in neuem Glanz!

TIPP: Der Teppich könnte durch die Durchfeuchtung auf den Untergrund abfärben. Deswegen empfiehlt es sich vor jeder Fleckenbehandlung oder Intensiv-Reinigung etwas unterzulegen, beispielsweise als Tücher oder Decken.

Methode 2: Die Nassreinigung, ausgeführt mit einem Schamponier bzw. Sprühextraktions-Gerät

Eine weitere Möglichkeit, die intensive Reinigung durchzuführen, ist maschineller Natur. Während dieser Behandlung wird der Teppich sehr Nass! Er darf deswegen keinesfalls während der Reinigung sowie des Trockenvorgangs betreten werden. Wir empfehlen Ihnen diese Reinigungsmöglichkeit von einem Fachmann durchführen zulassen. Diese verfügen über die technischen Geräte und das Know-how und erledigen dies bei Ihnen Zuhause oder in der Reinigung.

TIPP: Doch Achtung, dies ist nicht für Teppiche geeignet, die aus Sisal, Ziegenhaar oder Kokos hergestellt wurden. Wellteppiche und Teppiche mit einer Rippenstruktur sollten von dieser Behandlung ebenfalls ausgeschlossen werden. Der Grund hierfür ist, dass sich durch die Reinigungsflüssigkeit im Nachhinein noch viel mehr Schmutz sammeln wird. Schuld daran sind die strukturbedingten Zwischenräume des Gewebes.

Methode 3: Die Dampfreinigung, ausgeführt mit einem Dampfreinigungsgerät

Alle guten Dinge sind drei! Neben den beiden ersten Methoden gibt es auch noch eine dritte, die Dampfreinigung. Im Teppich befindliche Fette oder Flecken lassen sich mit Dampf herausarbeiten. Dieser verfügt über eine natürliche Reinigungskraft und eignet sich deswegen hervorragend dafür! Nach der Dampfbehandlung lösen sich sämtliche Verschmutzungen, die direkt in einem Spezialtuch gesammelt werden. Die Besonderheit an dieser Methode ist, dass nach der Behandlung keinerlei Rückstände im Teppich bleiben, wie es bei Putzmitteln der Fall ist.

TIPP: Grundsätzlich sollten Sie darauf achten, dass Sie Ihren Teppich niemals komplett durchnässen! Dadurch können hässliche Wellen und Wasserränder bilden. Wenn dieser Fall dennoch einmal auftreten sollte, stellen Sie Feuchtigkeitsentferner auf. Diese Gräte sind mit einem speziellen feuchtigkeitsanziehenden Granulat ausgestattet und sind zu finden in Baumärkten sowie in Campingabteilungen.

Wie werden Flecken im Teppich richtig behandelt? – 5 Schritte!

Flecken im Teppich sind ärgerlich und sehen nicht gut aus! Sie müssen so schnell wie möglich entfernt werden, da sie ansonsten eintrocknen. Neben einer Behandlung mit einem Dampfreinigungsgerät, wie gerade geschrieben, gibt es noch alternative Reinigungsmöglichkeiten. Die da wären:

  1. Küchenlappen, Tempotaschen oder Stofflappen bei Flüssigkeiten

Sollte etwas auf dem Teppich verschüttet worden sein, so lassen sich Taschentücher oder Lappen zum Aufsaugen verwenden. Eingedicktes und Klebriges lässt sich mit einem Messerrücken abheben und entfernen. Ist schon etwas Zeit vergangen und die Flüssigkeit bereits getrocknet, so sollte der lose Schmutz mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Bei eingetrockneten Flecken gilt immer tupfen, niemals reiben. Die Teppichfasern verfilzen oder vertwisten sich sonst. Alle verschmutzten Stellen sollten immer von Außenrand nach innen behandelt werden. Wenn alle diese Behandlungen nicht weiterhelfen, dann ist eine Dampfreinigungsbehandlung die letzte Möglichkeit um den Teppich zu reinigen.

  1. Lauwarmes Wasser und Papiertuch

Eine ganze Menge an Flecken lassen sich mit Lauwarmen Wasser in Verbindung mit einem Papiertuch entfernen. Um Wiederverschmutzungen nicht zu fördern, sollten keine Wasch- oder Spülmittel im Wasser enthalten sein. Die verschmutzte Stelle vom Rand nach innen wiederholt betupfen und die Flüssigkeit stets wieder aufsaugen. Nicht rubbeln!

  1. Teppichreinigungsmittel für wiederstandfähige Flecken

Sollte ein Fleck sich nicht mi lauwarmen Wasser entfernen lassen, dann muss zu härteren Mitteln gegriffen werden. Rücken Sie Ihrem Teppich mit einem Teppichreinigungsmittel auf den Pelz. Dies sollte stets nach der Gebrauchsanweisung verwendet werden. Die angelöste Substanz mit einer Küchenrolle auf den Fleck auftupfen. Hierbei gilt es ebenfalls wieder zu beachten, dass nicht gerieben wird, da sich der Fleck ansonsten vergrößert! Nach einer solchen Fleckenbehandlung können allerdings dunkle Ringe und Wasserkränze übrig bleiben. Diese müssen daraufhin mit einer Intensiv-Reinigung entfernt werden.

  1. Wiederholen und nochmal Wiederholen

Oftmals lassen sich Verschmutzungen nicht mit einer einmaligen Behandlung entfernen. Deswegen sollte die Behandlung mit einem Teppichmittel wiederholt werden. Auftupfen und anschließend mit Wasser wieder sorgfältig abtupfen. Danach sollte der Teppich erst einmal trocknen um daraufhin den Staubsauger nochmal drüber zuziehen.

TIPP: Bei Kaugummiflecken sollte vor jedem Reinigungsversuch eine Vereisung mittels eines Eiswürfels stattfinden. Daraufhin mit einem Hämmerchen kaputtschlagen und mit einem Staubsauger absaugen. Wenn dann noch ein Fleck übrig ist, dann sollte der Teppichreiniger nochmal zum Einsatz kommen.

  1. Lösungshaltiger Fleckenentferner bei besonders hartnäckigen Flecken als allerletzte Option!

Im Falle das keines der gerade genannten Möglichkeiten hilft und trotz mehrmaligen Wiederholens immer noch Flecken oder Schmutzreste zu sehen sind, kann nur noch ein lösungshaltiger Fleckenentferner Abhilfe verschaffen.

VORSICHT: Dieser Fleckenentferner darf auf keinen Fall auf den Teppich geschüttet werden, da sich sonst die Rückenbeschichtung auflösen kann! Stattdessen sollte ein Tuch eingetränkt werden und daraufhin der Teppich abgetupft werden. Außerdem ist die Methode nichts für sensible Wollteppiche und Co.

Wie sollten sensible Teppiche aus Wolle oder Seide gereinigt werden?

Bei Teppichen, die aus tierischen Fasern hergestellt wurden, dürfen niemals Laugen verwendet werden. Diese schädigen die Elastizität sowie die Festigkeit und machen ihn spröde. Außerdem wird die Struktur der Haare stark geschädigt und verwendete Farben können auslaufen beziehungsweise verblassen.

Säurehaltige Reinigungsmittel hingegen erhalten die Elastizität, den Glanz sowie die Gesundheit eines Teppichs aus Wolle, Seide oder Ziegenhaar. Ein solches sollte nach einer Fleckenentfernung oder Intensivreinigung in Stichrichtung eingebürstet werden. Anschließend sollte dafür gesorgt werden, das der Tierhaarteppich schnell trocknet:

I. Fenster schließen

II. Heizung aufdrehen

III. Wenn die Raumtemperatur über der Außentemperatur liegt, feuchte Luft rauslüften

IV. Dies solange wiederholen bis der Teppich endgültig trocken ist

TIPP: Beim Kauf eines Reinigungsmittels sollte genau darauf geachtet werden, ob alkalische Bestandteile enthalten sind. Manchmal fehlt dieser Hinweis allerdings auf der Inhaltsangabe. In beiden Fällen sollte zu einem pH-sauren Mittel gegriffen werden.

Wie sollten Naturfaserteppiche gereinigt werden? – Jute, Baumwolle und Sisal

Für ungefärbte Pflanzenfaserteppiche wie Jute, Baumwolle, Kokos oder Sisal können so ziemliche alle Reinigungsmittel verwendet werden. Auch alkalische Reinigungsmittel können sie vertragen. Außerdem können für die Reinigung gern auch Kernseife oder Gallseife hergenommen werden. Wenn jedoch die Naturfasern gefärbt sein sollten und mit Seifenlaugen, Soda, Salmiakgeist oder Fleckensalz behandelt werden, können sie aus ausbleiben! Hier ist ein pH-saurer Teppichreiniger die bessere Option.

Wie sieht die Reinigung bei Kunstfasern aus?

Kunstfaserteppiche, meist aus synthetischen Fasern wie Polyamid, Nylon, Dralon, Propylen oder Polyacryl, sind wesentlich unempfindlicher als Naturfaserteppiche. Hier können alkalische Reinigungsmittel wie Kern-, Gall- oder Schmierseife zum Einsatz kommen. Nach der Reinigung von Veloursteppichen ist es zu empfehlen, diese noch im feuchten Zustand leicht in die Stichrichtung zu bürsten.

Absolute NO-GOS bei der Teppichreinigung!

NO-GO 1: Lösungsmittelhaltige Reiniger wie Benzin, Nagellackentferner oder Fleckenwasser!

Für flache Stoffe können diese Reiniger einiges tun. Für dicke Textilien wie Teppiche sind diese kontraproduktiv. Zwar sind sie in der Lage Flecken zu lösen, entfernen tun sie ihn allerdings nicht! So wird der Schmutz nach der Behandlung zurück in die Fasertiefe sinken. Mit der Zeit wird der Teppich dann grau und hässlich.

NO-GO 2: Geschirrspülmittel und Wollwaschmittel

Diese Reiniger sind zwar sehr mild, nach der Benutzung müssen diese aber sehr gut ausgespült werden. Dies ist bei den meisten Teppichen nicht möglich. Sollten Sie diese verwenden und nicht ordentlich herauswaschen, dann zieht Ihr Teppich noch viel mehr Schmutz an. Auch hier ist das Endergebnis dann ein verblasstes, graues Textil.

Teppiche

Comments are disabled.