So gelingt Ihnen die Matratzenreinigung | Hausmittel + Tipps & Tricks

16/11/2020

Im Durchschnitt verbringen wir Deutschen mehr als 24 Jahre unseres Lebens im Bett. Das ist eine ganze Menge. So ist es aber auch kein Wunder, dass gerade die Matratze vielen Verschmutzungen standhalten muss. 

Dazu gehören: 

  • Schuppen, Haare und Staub
  • Schweiß, Blut und Urin
  • Keime, Bakterien und Milben.

In diesem Ratgeber-Artikel zeigen wir Ihnen deshalb, wie und was Sie zum Matratze reinigen benötigen. Außerdem beantworten wir die meist gestellten Fragen!

Warum sollte man die Matratze reinigen?

In der Nacht verlieren wir Körperflüssigkeiten, Hautschuppen und Haare. Diese warme und feuchte Umgebung ist der ideale Nährboden für Milben, Bakterien und Keime. So können sich über die Zeit bis zu 1,5 Millionen Hausstaubmilben auf der Schlafunterlage niederlassen. Sie ernähren sich von unsere Hinterlassenschaften. 

Eine regelmäßige Matratzenreinigung:

Leichte Verschmutzungen loswerden - Die Basic Pflegetipps

Zu Beginn unseres Ratgebers möchten wir näher auf die Basics eingehen. Schließlich lassen sich bereits jede Menge Verunreinigungen mit einfachen Mitteln entfernen. Gleiches gilt auch für organischen Mitbewohner. 

Frische Luft vertreibt Milben

Viele Menschen glauben, dass Hausstaubmilben nur mit Pflegemitteln aus der Schlafunterlage entfernt werden können. Diese Annahme ist jedoch falsch. In Wahrheit verschwinden sie aber durch regelmäßiges Lüften der Matratze. So lässt sich sich einfach für ein paar Stunden ans offene Fenster stellen. Die kleinen Tierchen können kalte, frische Luft nicht leiden.

TIPP: Bevor die Matratze jedoch wieder bezogen wird, sollte sie sich auf Zimmertemperatur aufwärmen. Die frische Luft könne möglicherweise Feuchtigkeit mitbringen und so das Schimmelrisiko steigern.

Weitere Hinweise zu den Themen Polsterreinigung und Teppichreinigung finden Sie in den gesonderten Artikeln

Die richtige Raumtemperatur machts!

Damit sich auf der Schlafunterlage kein Schimmel oder Stockflecken bilden, sollte das Schlafzimmer regelmäßig gelüftet werden. Empfohlen wird eine Temperatur von 16 bis 20 C°. Die Luftfeuchtigkeit sollte bei rund 50 % bleiben. Während des Lüftens ist zudem ein idealer Zeitpunkt zu wenden.

Schon gewusst?

Die Matratze sollte viermal pro Jahr gewendet werden. So können Dellen und Kuhlen langfristig vermieden werden. Darüber hinaus wirkt sich diese Maßnahme hervorragend auf die Luftzirkulation aus. 

Matratzen reinigen: So sollten Sie vorgehen!

Bei der Schlafunterlage kann es zu unterschiedlichen Verunreinigen kommen. Grundsätzlich lässt sich die Reinigung trocken oder nass erledigen. Bei einigen Flecken werden zudem noch weitere Hausmittel benötigt.

Die Trockenreinigung - Für den groben Schmutz

Für die grobe Matratzenreinigung werden lediglich eine Bürste und ein Staubsauger benötigt. Das abbürsten und absaugen sollte einmal pro Monat vonstatten gehen. Doch auch bei der Säuberung mit Natron, beispielsweise gegen Schweißflecken, sollte das Pulver anschließend gründlich abgesaugt werden. Grober Dreck, wie Staub oder Hautschüppchen lassen sich mit der Trockenreinigung gut wegmachen.

Die Nassreinigung - Für die frischen Flecken

Ganz frische Flecken lassen sich meistens durch direktes Handeln wieder loswerden. In diesem Fall können beispielsweise Salz und Wasser zu einer Paste verrührt werden. Diese kann dann aufgetragen werden. Doch Achtung: Nicht alle Flecken können so von der Schlafunterlage gelöst werden. 

Wie Urinflecken aus der Matratze entfernen?

Urin lässt sich aus der Schlafunterlage am besten mit Essig oder Zitronensaft herauslösen. Dafür reichen wenige Tropfen der jeweiligen Flüssigkeit bereits aus. Einfach aufträufeln, trocknen lassen und im Nachgang abbürsten. Zu empfehlen ist diese Reinigung besonders am morgen, um die Schlafunterlage anschließend gut auslüften zu lassen. Um den Essiggeruch zusätzlich zu bekämpfen kann eine Waschmittellösung hilfreich sein. Zudem ist die Nutzung von Desinfektionsmittel zu empfehlen, um Bakterien loszuwerden.

TIPP: Alternativ kann auch Teppichschaum als Universalreiniger bei Urinflecken eingesetzt werden. Grundsätzlich gilt: Desto schneller gehandelt wird, desto höher sind die Erfolgsaussichten. 

Wie Blutflecken aus der Matratze entfernen?

Besonders schwer loszuwerden sind Blutflecken. Nicht selten bleiben nach der Säuberung noch Ränder zurück. Es ist daher sofort zu handeln. Frisches Blut ist einfacher wieder loszuwerden. Grundsätzlich kann ein solches Fleck mit Feinwaschmittel gut herausgewaschen werden. Eine weitere echte Waffe bei Blut auf der Matratze ist Backpulver. Dafür muss besagte Stelle einfach bestreut werden und die Mischung einwirken lassen. Nach einer halben Stunden kann diese dann mit kaltem Wasser abgewaschen werden.

TIPP: Wie bei Urin sollte auch bei Blut im Anschluss mit Desinfektionsmittel gearbeitet werden. Zudem muss die nasse Stelle gut trocknen, bevor das Bettuch wieder überzogen wird. 

Wie Rotwein aus der Matratze bekommen?

Bei frischen Rotweinflecken hilft der Einsatz von Mineralwasser. Sollte der Rotweinfleck jedoch schon eine Weile eingetrocknet sein, so ist Salz zu verwenden. Die verschmutzte Stelle sollte mit diesem dick bestreut werden. Nach einer Einwirkzeit von ein paar Stunden kann der Fleck abgebürstet werden. 

Wie Schweißflecken aus der Matratze bekommen?

Die Schlafunterlage ist jede Nacht Schweiß ausgesetzt. So können mit der Zeit Schweißflecken auf dieser entstehen. Entfernt werden können diese mit einer Mischung aus Wasser und Natron beziehungsweise Backpulver. Diese Mischung sollte über Nacht einwirken und kann dann abgebürstet werden. Alternativ können auch Zitronensäure und Essig helfen. Einfach mit einer Zahnbürste auftragen und für etwa 10 Minuten drauf lassen. Im Anschluss feucht abwischen und trocknen lassen.

Matratzenbezug waschen: Maximal zweimal pro Jahr

Bei einigen Schlafunterlagen lässt sich der Bezug abnehmen. Auch dieser benötigt von Zeit zu Zeit eine Grundreinigung. Jedoch ist zweimaliges Waschen pro Jahr vollkommen ausreichend. Denn für eine regelmäßige Reinigung ist dieser nicht gemacht. Bei einer Temperatur von 60 C° bekommen selbst Viel-Schwitzer sämtliche Verunreinigungen wie Hautpartikel und Staub heraus. 

Die Waschmaschine selbst ausreichend groß sein, damit die sonst entstehende Reibung keine Schäden verursacht. Um auf Nummer Sicher zu gehen kann sich der Gang zum Waschsalon mit Industriewaschmaschinen lohnen. Wichtig ist zudem, dass vor dem Aufziehen der Matratzenbezug vollkommen getrocknet ist. Dies gelingt am besten an der frischen Luft und bei wenig Sonneneinstrahlung.

Die richtige Vorsorge, um grobe Verschmutzungen zu meiden

Damit die Schlafunterlage über einen langen Zeitraum erhalten werden kann, können einige Vorsorgemaßnahmen hilfreich sein. Im Folgenden wären dies:

Diese Maßnahmen helfen dabei, Schimmel vorzubeugen und die Milbenpopulation möglichst gering zu halten. Die UV-Strahlen der Sonne töten beim Lüften außerdem Keime ab. Zudem sollte niemals eine nasse Bettwäsche aufgezogen werden. Die enthaltene Feuchtigkeit tritt ansonsten tief in den Matratzenkern ein. Schimmel auf der Schlafunterlage kann allergische Reaktionen hervorrufen und verursacht unangenehme Gerüche. 

FAQ: Die häufigsten Fragen zum Thema Matratzenreinigung

Zum Abschluss unserer Ratgebers möchten wir noch die häufigsten Fragen rund um das Thema aufzeigen und beantworten. 

Nein. Eine vollständige Befreiung ist nicht möglich. Jedoch helfen die oben aufgezeigten Maßnahmen dabei, die Vermehrung einzudämmen. Schließlich bevorzugen es die kleinen Bettbewohner im feuchten und warmen zu sein. Kälte und frische Luft macht ihnen das Leben sehr unangenehm. 


Im Falle eines starken Milbenbefalls sollte die Matratzenreinigung vom Experten durchgeführt werden. Die Kosten für eine professionelle Matratzenreinigung liegen bei ca. 40 bis 50 Euro. Alternativ kann auch ein eigener Milbensauger dafür angeschafft werden. Diese verfügen über eine UV-Strahlung, die Tierchen effektiv abtöten. Der verbaute Mikro- und Staubfilter hilft dabei, den gesammelten Dreck einfach im Müll zu entsorgen.

Die Einrichtung ist im stetigen Wandel. Und natürlich betrifft dies auch das Schlafzimmer. Bei der Schlafunterlage jedoch ist ein ständiger Wechsel nicht vorgesehen. Grundsätzlich sollte diese alle 8 bis 10 Jahre ausgetauscht werden. Sollte die Matratze jedoch schon vorher altersschwächen wie Dellen und Co. aufweisen, ist ein vorzeitiger Wechsel hilfreich. Gleiches gilt auch bei starken Verschmutzungen sowie Materialverschleiß. 

Hilfreich: Bei dieser Gelegenheit lässt sich außerdem der passende Härtegrad ausgleichen. Dieser ist für einen erholsamen Schlaf enorm wichtig.

Bei der Reinigung durch den Experten wird die Schlafunterlage umfangreich behandelt. So kommen vor allen Dingen elektrische Geräte zum Einsatz. Mit einem Sauger mit UV-Bestrahlung reduziert Hausstaubmilben, Keime, Hautpartikel und Staub. Nur als allerletztes Mittel werden chemische Mittel eingesetzt. 

Extra Tipp: Selbst wenn die Schlafunterlage direkt auf dem Boden liegt, sollte unbedingt ein Lattenrost untergelegt werden. Der Grund dafür ist, dass so die Feuchtigkeit entweichen kann. 

Fazit: Matratzen benötigen auch Aufmerksamkeit

Selbst die Matratzen in unseren Betten möchten von Zeit zu Zeit gereinigt werden. Wie Sie welche Verunreinigungen loswerden können, haben wir Ihnen oben aufgezeigt. Wir hoffen Ihnen mit unseren Tipps und Tricks weitergeholfen zu haben, sodass Sie ihre Schlafunterlage sauber bekommen können. Schließlich wohnen wir alle am Liebsten in einem reinen Zuhause. 

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